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Wenn Du die Zeit zurückdrehen willst.

In letzter Zeit erwische ich mehr und mehr in Tagträumen.
Ich schließe meine Augen und stelle mir vor,
wie mein Leben sein würde ohne die Pandemie.
Denn durch sie, fühle ich mich festgefahren.
Jeder Tag ist gleich geworden.
Dasselbe Haus Tag und Nacht.
Derselbe Schreibtisch, an dem ich all meine Arbeit erledige.
Früher habe ich mich vor Veränderung gefürchtet,
jetzt sehne ich mich nach ihr.

Ich sehne mich nach Veränderung, die mich in mein Leben vor der Pandemie zurückführt.
Die Hoffnung, dass alles irgendwann wieder „Normal“ sein wird,
bringt mich durch diese endlosen Tage.

Vielleicht hoffst auch du darauf, dass alles wieder zurück zur Normalität geht, solange du nur diese Zeit durchstehst.

Doch, wenn das so ist, dann beantworte mir, was ist schon Normalität?
Ließ sich unsere alte Normalität, nicht mit so einer Leichtigkeit umwerfen?
Und ist der Zustand, in dem wir momentan leben, nicht schon wieder normal für uns geworden?

Wie kann ich dann die Zeit absitzen,
wenn diese doch ständig voranschreitet.
Wie kann ich auf die alte Normalität hoffen,
wenn diese sich bereits gewandelt hat.

Auch das neue Jahr wird uns nicht in alte Zeiten zurückbringen,
sondern uns nur immer weiter in die Zukunft führen.

So ist es an mir, mit der Zeit zu gehen.
Ohne andauernd meinen Blick in die Vergangenheit zu lenken.
Denn die Zeit kennt nur eine Richtung,
der auch ich folgen sollte,
wenn ich das mein Leben nennen will.

Und vielleicht solltest auch du aufhören zu warten.

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