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Diary,  Monatsrückblicke

April 04/20 – Rückblick

Monatsrückblick und Favoriten

So einen April wie diesen hat, glaube ich, noch niemand erlebt. Das kann man vermutlich auf das gesamte Jahr beziehen. Niemand hätte erwartet, welche Richtung unser aller Leben nach Neujahr einschlagen würde. So hat uns die Krise noch immer fest im Griff, sodass im ganzen April kein einziger Tag Unterricht stattfinden konnte. So nah war ich als Zwölftklässlerin dem letzten Schultag und dann eben doch nicht.

Der April war ein Monat voller Ungewissheit und als die Gewissheit kam – von Trübseligkeit. So wusste Anfang des Monats keiner, ob und wann wir das Halbjahr beenden und Prüfungen schreiben würden. Ende des Monats stehen alle Termine. Klar ist aber auch, alles auf was man sich in seinem Abschlussjahr besonders gefreut hat, fällt aus. Abiparty, Mottowoche, der letzte Schultag. Lediglich die Abiklamotten stapeln sich wortwörtlich in meinem Keller und warten darauf angezogen auf einem Gruppenfoto mit Mundschutzbedeckung und Sicherheitsabstand zu landen. It`s gonnABI legendary! Zumindest mit unserem Abimotto haben wir ins Schwarze getroffen, wenn auch anders als gewollt. Sicherheit stellt auf jeden Fall die oberste Priorität dar, weshalb ich absolut verstehe, dass all diese Maßnahmen getroffen werden mussten. Doch mein Abschlussjahr in einem positiveren Licht zu betrachten – gelingt mit definitiv noch nicht.

Besser sieht es mit der Quarantänezeit an sich aus. Auch, wenn mir an manchen Tagen durch „Social Distancing“ wirklich die Decke auf den Kopf fällt, flogen die Tage doch überraschend schnell an mir vorbei. Arbeit lässt sich nämlich immer finden. So hielt ich keine Woche ohne Aufgabe aus und ich widmete mich diesem Blog hier. Als das im Groben stand, brachte mich die Isolation tatsächlich dann dazu Sport zu treiben. Und zwar jeden Tag. Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich das nicht schon längst wieder aufgegeben habe. Also auch, wenn 2020 alle meine Pläne, aber sowas von ins Wasser gefallen sind, habe ich jetzt zumindest zwei Dinge: einen Blog und Bauchmuskeln. Letzteres wäre wahrscheinlich sonst wirklich nie passiert.

Aber abgesehen davon war auch endlich mal genug Zeit, um ordentlich eine Runde zu netflixen und zu lesen. Zwischendurch brachten ein paar neuentdeckte Lieblingslieder mich dazu meinen Trübsinn abzulegen.

Damit kommen wir zu meinen Monatsfavoriten, die ganz sicher auch deine Stimmung heben können!

Netflix  – Der Anbieter, der einen diesen Monat  wirklich nicht im Stich gelassen hat.

  1. Haus des Geldes – Teil 4

Wer kennt und liebt diese Serie nicht? Und, wenn du sie wirklich nicht kennst, solltest du das schnellstens ändern! Ein mysteriöser Professor verwirklicht mithilfe acht gerissener Diebe den größten Coup aller Zeiten und überfällt die staatliche Banknotendruckerei Spaniens. Mach dich bereit auf den Serienmarathon deines Lebens, denn diese Serie ist viel zu spannend, um sie zwischendurch mal eben abzubrechen.

  1. Elite – Staffel 3

Drei ärmere Schüler treffen durch ein Stipendium in einer spanischen Eliteschule auf die High Society des Landes. Doch ist nicht alles Gold, was glänzt, nicht wahr? Das Ende des Schuljahres wird von einem Mordfall überschattet werden. Doch wie konnte es dazu kommen und wer könnte das einer Mitschülerin angetan haben? Eine spannende Teenager Serie, die einen mit einem Hauch überzogenem Drama in den Bann zieht. Dabei finde ich, dass die Staffeln von Mal zu Mal besser werden und das Finale keinen Wunsch mehr offenlässt.

  1. Too Hot to Handle

Nach den letzten zwei hochwertigen, qualitativen Serien, muss jetzt einfach noch etwas zum Abschalten kommen. „Too Hot to Handle“ ist eine englische Dating Show, bei der 10 Singles einen Monat in einer Villa zusammen verbringen, ohne sich körperlich näher kommen zu dürfen. Klingt einfach, denkst du. Ist es aber nicht für diesen Cast. Vielleicht fragst du dich jetzt, warum ich eine etwas trashige Serie auf „Love Island Niveau“ anpreise. Aber ich sage es mal, wie es ist: Nach einem anstrengenden Tag gibt es nichts, was mehr entspannt, als sich von einem Dating Formaten wie diesem, die Gehirnzellen absterben zu lassen.

Musik – Songs, die mitreißen und die Laune verbessern.

  1. Swim For Your Life – The Pale White

Die dreiköpfige Rockband aus Newcastle, hat es definitiv mit diesem Song auf den ersten Platz geschafft! Von Sekunde eins spürt man die Energie, die diese Single durchfliest. Es scheint als seien Lyrics und Melodie Füreinander gemacht und bilden eine Einheit, die man nur lieben kann. Ernst, bedrohlich – hoffnungsvoll, ausgelassen; all das verkörpert für mich dieser Song. Wobei die letzten beiden Gefühle, den Song nach einem stürmischen, letzten Chorus ausklingen lassen.

2. Take What You Give – Silverstein

Silverstein ist eine kanadische Metal- und Rockband, die ich seit ihrem Song „My Heroine“ nicht mehr aufhören kann zu hören. Mit dem letzten Song aus ihrem neuen Album „A Beautiful Place To Drown“, lassen sie ihr Album mit einer harmonischen und hoffnungsvollen Melodie ausklingen, die einen in Tagträume versinken lässt.

3. Routine Pain – Spanish Love Songs

Den Namen dieser Band würde man wohl am ehesten mit schmalziger Popmusik in Verbindung setzten. Aber nein! Die Songs, dieser Bands sind alles andere als leise. So ist „Routine Pain“ laut und von einem so ehrlichen und schmerzhaften Gefühl geprägt, dass es einem in der Mitte des Songs schon fast zu sehr unter die Haut geht. Doch genau an der Stelle, an der es einem zu viel wird, bricht der Song. Obwohl die Worte danach immer noch verunsichert klingen, wandelt sich die Melodie und wirkt immer positiver. So als würde die Person versuchen seine Situation zu akzeptieren und nicht mehr ganz so ernst zu nehmen.

4. We Try but We Don`t Fit In – Day Wave

Sollte ich jemals einen Film mit einer Analogkamera aufnehmen, haben ich mit diesem Song den perfekten Soundtrack gefunden. Höre ich dieses Lied, schießen Erinnerungen und Momente nur so durch meinen Kopf. Day Wave schafft mit seiner Indie Richtung, den perfekten Grad zwischen sentimental wie beruhigend.

5. Alles was ich hab – Fynn Kliemann

Abschließen will ich das Ganze mit einem von energiesprühenden Lied, dass nur gute Laune machen kann. Fynn Kliemann ist zur Abwechslung mal ein deutschsprachiger Sänger, auf dessen zweites Album ich mich schon ganz Besonders freue.

Bücher –Wenn du noch nach Lesestoff suchst…

…kann ich dir diese zwei Bücher empfehlen, über die ich auch schon Reviews diesen Monat verfasst habe:

  1. Little Woman

    Review Buch kleine Frauen, aufgeschlagenes Buch

  2. New York Diaries
    Buchreihe New York Diaries Review

Was bringt der Mai?

Wer hätte gedacht, dass ein Monat Isolation so viel Stoff zum Schreiben liefern würde? Der Mai wird wahrscheinlich von weniger Empfehlungen geprägt sein, denn da die Abiturtermine jetzt stehen, heißt es nun wohl oder übel: Lernen.

An alle die das nicht erwartet: Versuche deine Isolation zu genießen, auch wenn es manchmal ziemlich öde ist. Nutze die Zeit, um endlich mal etwas zu verwirklichen, für das du vorher nie Zeit hattest. Und wenn dir dafür noch die passende Idee fehlt, bleiben dir noch meine Empfehlungen, um dir die Zeit ein wenig zu vertreiben.

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