Baníkov Tatra Gebirge
Abenteuer,  Roadtrip durch Europa

Wandern auf den Baníkov im Tatra Gebirge

Tag 6

7.August.2020 (Freitag)

Da die Temperaturen immer noch heiße Tage versprachen, wollte ein Teil unserer Gruppe wie gestern wieder an den See Liptovská Mara fahren und dort einen entspannten Tag in der Sonne verbringen. Auf meiner Roadtrip Bucket Liste stand aber noch etwas ganz Wichtiges, dass ich noch in der Slowakei machen wollte und da die Fahrt morgen weitergehen würde – war heute die letzte Chance es in die Tat umzusetzen.

Ich wollte direkt in dem Tatra Gebirge sein. Zwar hatten wir jetzt schon viel von ihm zu sehen bekommen, als wir an Tag 4 der Reise mit den Autos an den Bergen vorbeifuhren, jedoch immer nur aus der Ferne. So wirklich in Berührung mit ihm gekommen, waren wir nicht. Das würde auch nur auf einem einzigen Weg gehen und zwar durch eine Wanderung.

Den passenden Wanderweg finden

Einen passenden Wanderweg auf einen der Berge des Tatra Gebirges zu finden, war dabei alles andere als einfach. Da die Slowakei nicht eines der Top Reiseziele der Deutschen oder Engländer ist, findet man in diesen Sprachen einfach kaum Informationen über die Gegend. Als wir daraufhin an der Rezeption unseres Campingplatzes nach Informationen fragten, konnten diese uns ebenfalls nicht weiterhelfen.

Nach ausführlicher Google Maps Recherche fand ich dann aber schließlich einen Parkplatz von dem unsere Wanderung auf den nächstgelegensten höchsten Berg Baníkov, starten konnte. Mit einer Hälfte unserer Gruppe ging es also gleich nach dem Frühstück auf ins Abenteuer. Der Parkplatz war nicht mehr als eine dreiviertel Stunde von unserem Campingplatz im Bystrina Resort entfernt. Dort konnten wir unser Auto für eine Gebühr von 3 Euro über den Tag parken.

Startpunkt unserer Wanderung auf den Baníkov
Wanderung auf Banikov Tatra Gebirge
Das erste Etappenziel

Dort angekommen ging es mit ausreichend Proviant zu unserem ersten Etappenziel – der Hütte Žiarska Chata. Der Weg bis dahin umfasste rund 5,5 km, war aber noch recht anspruchslos. So waren bis dahin auch viele Familien mit Kindern und Fahrradfahrer unterwegs.

Bei der Hütte angekommen nach fast 1,5 Stunden, sollte nach einer Pause erst der wirklich anstrengende Teil unserer Wanderung losgehen. So führte uns von da an ein sehr viel schmalerer Pfad die Berge immer weiter hinauf. Die Route ging schon interessant los, als wir nach ein paar hundert Metern durch das Ende eines Wasserfalls über einen kleinen Fluss laufen mussten, um unserem Pfad weiter folgen zu können.

Hinweißschild Wanderweg Baníkov

Der Pfad führte uns über Stock und Stein an kleinen Quellen vorbei. Immer weiter nach oben ging es. Immerhin hatte unser Ausgangspunkt bei ca. 1000 Metern über den Meeresspiegel begonnen und wir mussten noch weitere 1000 Meter erklimmen, um auf die Spitze des Berges zu gelangen.

Wasserfall Tatra Gebirge Banikov

Und nach weiteren 1,5 Stunden hatten wir das Meiste geschafft. Wir waren auf Höhe der Berge und hatten einen traumhaften Ausblick auf das Tal unter uns. Doch auf dem Baníkov waren wir damit noch lange nicht. Es hieß den nächsten Gipfel weiter bergauf erklimmen. Dabei hatten wir die Vegetationsgrenze schon längst überwunden und kletterten nur noch über Steine. Für den letzten Teil der Wanderung war damit Schwindelfreiheit und ein hoher Anteil von Konzentration notwendig.

Baníkov Gipfel
Der Ausblick auf dem Baníkov – Alle Anstrengung wert!

Doch die Anstrengung der letzten vier Stunden zahlte sich mehr als aus, als wir schließlich auf dem Gipfel standen. Der Ausblick über das Tatra Gebirge war einfach gigantisch!

Der Weg zum Baníkov ist damit nichts für Anfänger, aber doch mit genügend Ausdauer machbar. Insgesamt waren wir mehr als acht Stunden für die gesamte Tour unterwegs und liefen rund 20 km, wobei wir außerdem 2000 Höhenmeter überwanden.

Anstregend – aber für den Ausblick würde ich es jedes Mal wieder tun!

Baníkov Gipfel

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