gemeinsames Essen in Budapest
Abenteuer,  Roadtrip durch Europa

Der verflixte siebte Tag – Piepende Feuermelder und kaputte Waschmaschinen

Tag 7

8.August.2020 (Samstag)

Einmal durch die Slowakei nach Ungarn

Aufbruchsstimmung herrschte auch diesen Morgen wieder. Früh standen wir auf, um unsere Zelte und Campingsachen einzupacken und in den Autos zu verstauen– diesmal würden sie dort für fast eine Woche unberührt bleiben. Mit einem letzten Blick auf das Tatra Gebirge, hieß es Abschied nehmen von der Slowakei. Die weitere Route führte uns nun immer weiter Richtung Süden bis nach Ungarn runter – das nächste Land, dass wir näher kennenlernen wollten.

So hatten wir erst vor ein paar Tagen entschieden unsere Reiseroute nochmal etwas abzuändern und ein paar Tage in Ungarns Hauptstadt Budapest zu verbringen, anstatt direkt zum nächsten Ziel, dem Balaton weiterzufahren. Zu unserem Glück fanden wir auch noch ein schönes Apartment im Stadtteil Pest, was sich nicht unweit von der Innenstadt und der Donau befand.

mit dem Auto durch Budapest

Nach einer längeren Fahrt bei der wir einmal durch die gesamte Slowakei fuhren, waren wir ohne eine so wirklich funktionierende Klimaanlage bei der momentanen Hitze mehr als durchgeschwitzt und froh in unserem deutlich kühleren Apartment anzukommen.

Ein lautes Piepen durchbricht die Stille

Der Selbstcheck In hatte ohne Probleme geklappt und die Wohnung sah auch wie auf den Bildern versprochen gut aus. Nur eine einzige Sache machte sich mit einem lauten „Piep“ sofort bemerkbar als wir die Wohnung betraten. Die Batterie von einem der Feuermelder war beinahe leer und machte sich mit einem penetranten Geräusch alle paar Minuten bemerkbar. Naja, nimmt man den Feuermelder einfach von der Decke ab und wechselt die Batterie, könnte man meinen. Aber nein, natürlich mussten die Decken in gerade diesem Altbau über drei Meter hoch sein und eine Leiter ließ sich auch nicht auffinden.

So schrieben wir der Vermieterin und knapp eine Stunde später kam eine ihrer Assistentinnen vorbei, um sich um das Problem zu kümmern. Nur kam auch sie ohne Leiter und war natürlich auch nicht größer als wir. Also rückten wir gemeinsam Tisch und Stühle umher. Doch auch der Größter von uns konnte noch immer nicht an die Decke kommen. Schließlich hatte Lukas die rettende Idee. Wir holten aus unserem Auto einen Campingstuhl, der sich zusammenfalten ließ. Mit ihm als umfunktionierte Greifhand gelang es uns – auf dem Esstisch stehend – den Feuermelder von der Decke abzunehmen. Auch, wenn die Assistentin uns kaum weiterhelfen konnte, war sie unglaublich nett und gab uns noch ein paar Tipps für Budapest bevor sie wieder ging.

Ein erstes Waschen auf Umwegen

Während sich die einen um das Problem mit dem Feuermelder gekümmert hatten, hatten die anderen damit angefangen sich um die Wäsche zu kümmern und die erste verfügbare Waschmaschine auf unserer Fahrt befüllt. Diese lief nun auf Hochtouren und kaum war die Assistentin aus der Tür raus, wurde sie so laut und fing an zu vibrieren, dass auch dem Letzten klar wurde, dass sich da etwas nicht so ganz richtig anhört. Und tatsächlich stellte sich nach einer fachmännischen Inspektion von Lukas heraus, dass die Waschmaschine einer Reparatur bedürftig war.

Damit musste die Badewanne, über die wir uns bei der Ankunft so gefreut hatten, umfunktioniert werden und Celina und Lena wuschen die halbgewaschenen Klamotten dort mit der Hand zu Ende. Bei zehn Leuten reichte dabei eine kleine Wäschespinne zum Trocknen der Klamotten auch nicht aus und so spannten wir unsere Wäscheleinen einmal quer durch den Raum.

Ein erstes Waschen auf Umwegen, aber mit sauberen Klamotten als Endergebnis.

Wäsche
Zerkochte Spaghetti

Schließlich drückte der Hunger und zwischen Tür und Angel wurden Spaghetti mit einer Spinatsoße gekocht – die Nudeln landeten nur etwas zu früh im Topf und so können wir nun voller Stolz ein Patent auf selbstzerkochte Zupfnudeln anmelden. Mit den passenden Gewürzen in der Spinatsoße, schmeckte das Essen aber wie immer lecker.

Endlich Angekommen

Am Ende des Nachmittags, nachdem wir alle Herausforderungen erfolgreich gemeistert hatten, saßen wir wieder alle am Tisch zusammen. Zwischen unserer Wäsche und einer Stille, die nicht von einem permanenten piependen Ton unterbrochen wurde und waren endlich angekommen in Budapest.

Einer Stadt, die es in den nächsten zwei Tagen zu entdecken galt.

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